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Unterwössen
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Bayerns größter See, der Chiemsee. Auch das "Bayerische Meer" genannt, ist als Überrest eines einstigen Gletschers anzusehen. Seine Fläche beträgt 80 qkm, seine größte Tiefe ca. 74 m. Die wichtigsten Zuflüsse sind die Tiroler Ache, die auch durch unser Gemeindegebiet fließt und die Prien, während bei Seebruck, dem ehemaligen Castell "Bedaium", der Fluss Alz den See verlässt. Im Süden wird der See von den Chiemgauer Alpen begrenzt.
Herrenchiemsee (520 – 545 m) mit 2,4 qkm Fläche ist die Herreninsel die größte
Insel im "Bayerischen Meer". Sie hat die Form eines nach Norden weisenden Dreiecks und ist zu einem großen Teil mit Wald bedeckt. Vom Landungssteg führt der Weg an einem großen
Gebäudekomplex vorbei, dem ehemaligen Augustiner-Chorherrenstift-Herrenchiemsee (auch Altes Schloss) genannt. Von hier führt ein Spazierweg (ca. 15 Min). zum Königsschloss vom König Ludwig II. Es besteht aber auch die Möglichkeit mit Pferdekutschen zum Schloß zu fahren. Das Schloss Herrenchiemsee eine Nachbildung von Schloss Versailles, den Parkanlagen und Wasserspielen, sowie dem Museum und den Galerien, sind Sehenswürdigkeiten die man unbedingt gesehen haben sollte.
Ein Tipp von uns: Viele Besucher der Herreninsel gehen nur bis zum Schloss, aber hinter dem Schloss können Sie wunderbar wandern und die Ruhe und Stille der Insel genießen.
Frauenchiemsee (523 m) mit seinen 0,105 qkm wesentlich kleiner als die Herreninsel, war die Fraueninsel schon immer dichter besiedelt (Klosterangestellte, Fischer). Hier entstand die Benediktinerinnenabtei Frauenwörth als Stiftung des Bayerischen Herzogs Tassilo III um 766. Archäologisch ist das Kloster 100 Jahr später nachweisbar. Die Tochter Irmingard (gestorben 866) von König Ludwig dem Deutschen (843 – 876) war Äbtissin. Sie wurde nach jahrhundertelanger Verehrung 1928 selig gesprochen und ist bis heute Schutzpatronin des Chiemgaus. Aus dieser Zeit stammt auch die karolingische Torhalle. Der Münsterturm der Klosterkirche ist ein Wahrzeichen des Chiemsees und grüßt schon von weither über den See.
Das Kloster heute bietet für Einzelne und Gruppen Einkehr und Besinnungstage. Besondere Anziehung übt der neue vergrößerte Klosterladen aus, mit den bekannten Spezialitäten (Klosterlikör, Marzipan, Lebkuchen). Auf dem Friedhof zwischen Torhaus und Kirche reihen sich die Gräber von Malern, Bildhauern, Literaten und Ärzten, die diese Insel liebten und ihre Geschichte mitbestimmten.
Die heutige Inseltöpferei Klampfleuthner geht auf das Jahr 1609 zurück. Der Hafner stellte Geschirr und Behältnisse für den täglichen Gebrauch her. Aus dieser Tradition heraus werden auch heute noch alle Stücke in reiner Handarbeit gefertigt.
Von den insgesamt 18 Berufsfischern am Chiemsee sind 6 auf der Fraueninsel beheimatet. Der Brotfisch der Chiemseefischer ist die Renke, die zur Familie der Lachse und Forellen gehört. Besonders geräuchert sind die Renken sehr delikat. Daneben gibt es im Chiemsee noch Brachsen (den Karpfen verwandt), Hechte, Zander und sogar Aale, die allerdings eingesetzt werden müssen.
Krautinsel zwischen Herren- und Fraueninsel liegt als kleinste Insel die Krautinsel (3,5 ha). Sie ist
unbewohnt und dient ausschließlich landwirtschaftlichen Zwecken. Ihren Namen hat sie von den früher dort befindlichen Gemüse und Krautgärten des Kloster Frauenwörth. Die Wiesen dienen auch heute noch als Viehweide. Im Herbst wird das Vieh mit Schiffen zu den Ufergemeinden des Chiemsees zurücktransportiert.