Abgeschlossene Bauprojekte der Gemeinde Unterwössen

Über die letzten Jahre hat die Gemeinde Unterwössen viel in der einheimischen Infrastruktur investiert. Hier ein kleiner Überblick.

 

Gütesiegel „Flächenbewusste Kommune“ an die Gemeinde Unterwössen verliehen –  Festakt in der Residenz in München

München. Drei bayerische Kommunen wurden vor Kurzem von Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber, Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt und dem Amtschef des Bayerischen Bauministeriums, Ministerialdirektor Dr. Thomas Gruber, mit dem staatlichen Gütesiegel „Flächenbewusste Kommune“ ausgezeichnet: Ebermannstadt, Bubenreuth und Unterwössen.

Mit dem Gütesiegel würdigt die Bayerische Staatsregierung Städte, Gemeinden und interkommunale Allianzen, die sich in besonderem Maße um den Schutz der wertvollen Ressource Boden verdient machen. Die neuen Preisträger zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass sie ein aktives Flächenmanagement betreiben und innovative Konzepte und Maßnahmen zur Reduzierung des Flächenverbrauchs anwenden.

Im Rahmen des Festaktes stellte Erster Bürgermeister Entfellner die Überlegungen der Gemeinde vor, denen mit der Erstellung eines sogenannten „Arbeitsplanes“ durch ein Planungsbüro und daraufhin einem Grundsatzbeschluss im Jahr 2017 Rechnung getragen wurde. Dieser Arbeitsplan dient seither als Grundlage für jegliche Entscheidung, die den Umgang mit der Ressource „Fläche“ betrifft.

Die Ortsentwicklung wird dadurch so gesteuert, dass der Ortskern gestärkt wird, Flächeninanspruchnahme minimiert und Baulücken, Brachflächen und Leerstände aktiviert werden.

Entfellner ging in seiner Rede beim Festakt auf diese Überlegungen ein: „Durch die Situierung des Ortes mit seiner Begrenzung durch die umliegenden Berge, sowie die Hochwassergefährdung müssen wir mit unseren Flächen sorgsam und sparsam umgehen. Deshalb haben wir nach der Analyse des Fachbüros den Grundsatzbeschluss gefasst, keine Flächen im Außenbereich mehr auszuweisen.

Der Arbeitsplan sieht auch vor, vorhandene bzw. ehemalige Ladenflächen in der Ortsmitte zur weiteren gewerblichen Nutzung vorzuhalten, um den Weiterbetrieb bestehender Geschäfte zu sichern bzw. die Ansiedlung neuer Ladengeschäfte zu ermöglichen.

Die Überarbeitung der Fremdenverkehrssatzung hatte zum Ziel, weniger Zweitwohnsitze zu etablieren. Stattdessen soll der Wohnraum vermehrt Einheimischen bzw. Familien mit Erstwohnsitz im Ort zur Verfügung stehen. Die seither sinkende Zahl von Zweitwohnungen bestätigt dies bereits zum jetzigen Zeitpunkt.

Mit dem Umbau der Schwimmhalle des ehemaligen Hallenbades zur Achental Halle, die mit modernem Raum- und Akustikkonzept Örtlichkeit für unterschiedlichste Veranstaltungen und Veranstaltungsgrößen bietet sowie dem Umbau der weiteren Räumlichkeiten des Gebäudekomplexes zu einem Bürgerhaus mit Vereinsräumen und Kindertagesstätte, sind unsere Überlegungen in der besten Form umgesetzt worden. Es wurde ein gesellschaftlicher, kultureller und sozialer Mittelpunkt für Vereine, den Ort sowie das Achental geschaffen.

Mit dem zuletzt realisierten Projekt am Rathausplatz entstand auf einer zentralen Gewerbebrache in räumlicher Nähe zum Rathaus ein Mehrgenerationen-Wohn- und zudem Beschäftigungsprojekt mit bezahlbaren und geförderten Wohnungen für Menschen mit und ohne Behinderungen, mit Gemeinschaftsräumen, einer Praxis für Allgemeinmedizin und einem integrativen öffentlichen Café.“.

Umweltminister Glauber bezeichnete die Kommunen als „großartige Ideengeber“ für kluge Lösungen zur „Entsiegelung, Flächenrecycling und die Belebung von Ortskernen“.

Bayerns Bauminister Christian Bernreiter, vertreten durch Amtsleiter Dr. Thomas Gruber, freute sich, dass die Gemeinden Fördermittel und Beratungsangebote nutzen würden, um die Entwicklung von Ortskernen voranzutreiben, sowie die Mehrfachnutzung von Flächen anstrebten.

Wirtschaftsstaatssekretär Gotthardt betonte die Vorbildfunktion der Preisträger, deren Eigeninitiative Bewusstsein schaffe und andere Gemeinden motiviere.

Das beim Festakt entstandene Bild zeigt (von links) Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie Tobias Gotthardt, Ersten Bürgermeister Ludwig Entfellner, Bayerischen Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz Thorsten Glauber, Stellvertretende Bauamtsleiterin Jana Schmidt-Hindinger, Geschäftsleiter Thomas Müllinger, Bauamtsleiter Hans Thullner, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr Dr. Thomas Gruber, Zweiten Bürgermeister Johannes Weber sowie Landtagsabgeordneten Dr. Martin Brunnhuber. Bild: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, Pressestelle.

Rathaus Umbau

Der Rathausumbau wurde 2021 abgeschlossen. Die ehemalige Tourist-Information wurde in die Räumlichkeiten wieder integriert. Bauamt, Einwohnermeldeamt und Standesamt wurden umgebaut. Die Räumlichkeiten wurden mitarbeiter- und bürgerfreundicher gestaltet. Die Technik und Ausstattung wurde an zukünftige Bedürfnisse angepasst. Die Heizung wurde erneuert und Brandschutzauflagen wurden erfüllt. Kostenverfolgung: ca. 735.000 €

MARO und Lebenshilfe

Beim Bauprojekt MARO entstanden 32 Wohnungen in drei Gebäuden mit Terrasse/Garten oder Balkon. Die Wohnungen sind alle barrierefrei gebaut, haben eine Größe von 49 m² bis 101 m² und sind mit einem Aufzug erreichbar. Alle Wohnungen sind genossenschaftliche Mietwohnungen. Spatenstich und Baubeginn war im Juni 2020. Die Wohnungen waren Ende 2021 bezugsfertig. Die ortsansässige Praxis für Allgemeinmedizin ist im Erdgeschoß des Gebäude eingezogen.

Neubau eines inklusiven Wohn- und Beschäftigungsprojekt durch die Lebenshilfe Traunstein
Hier entstanden 23 Plätze für gemeinschaftliches Wohnen, 2 Wohntrainingsplätze und 4 Wohnungen für Menschen mit und ohne Behinderung im geförderten sozialen Wohnungsbau. Errichtet wurde ein Inklusions-Cafe mit regionaler Küche (Kochwerkstatt). Baubeginn war im März 2020, die Fertigstellung war im November 2021.

Das Hallenbad vor dem Umbau

Altes Bad

Vom Hallenbad zum Bürgerhaus „Altes Bad“

Gebaut in den Jahren 1973/74 wurde das Hallenbad über viele Jahre eine wertvolle Bereicherung für unseren Ort. Auch im Tourismus konnte Unterwössen mit dem Hallenbad punkten. Ab 2005 bis 2012 wurde das Hallenbad vom Verein „Sporthallenbad Achental e.V.“ betrieben. Danach folgten Jahre der Planung für eine thermische Sanierung und einen Umbau zu einem Bürgerhaus für den Ort Unterwössen und das Achental. Mit den zusätzlichen Platzkapazitäten des „neuen“ Hauses wird der gestiegene Raumbedarf im Rathaus gelöst und Leerstand reaktiviert.

2018 fiel der Startschuss zu diesem 8 Millionen Euro-Projekt, für das die Gemeinde 5 Millionen Euro an Zuschüssen der Regierung erhalten hat.  2019 wurden die Bauarbeiten fertiggestellt. Achental Tourismus zog hier 2019 ein.

Altes Schulhaus Oberwössen

Der Umbau des „Schulhauses“ in Oberwössen ist fertiggestellt und steht für verschiedene Veranstaltungen zur Verfügung. Nicht nur die Oberwössner Ortsvereine beziehen ihre „alte Heimat“ wieder, das Schulhaus kann auch für private Feiern oder ähnliches genutzt werden. Ansprechpartner für Anfragen und Reservierung der Räumlichkeiten ist Christina Aberger, Tel. 08640/798715.

Grund- und Mittelschule erneuert

Unterwössner Schule baut in die Zukunft. Projekt an der Grund- und Mittelschule integriert Ganztagsschule

Nach Abschluss des Projektes Altes Bad sieht die Gemeinde mit Bürgermeister Ludwig Entfellner neue, große Herausforderungen rund um die Grund- und Mittelschule Unterwössen. Energetische Sanierung der schon Jahrzehnte alten Anlagen im Schulgebäude und der Neubau der offenen Ganztagsschule stehen an. In insgesamt drei Bauabschnitten wird die Schule energetisch saniert und der Brandschutz auf modernen Stand gebracht. Besonders ist der zweite Bauabschnitt, in dem unter dem verlängerten First der Turnhalle ein neues Gebäude mit der offenen Ganztagsschule entsteht.

Heizungsanlage modernisiert

Offene Ganztagsschule bauen

Brandschutz und Barrierefreiheit schaffen

Vereinsstadl Oberwössen

Auf der Frei in Oberwössen wurde 2022 der Vereinsstadl gebaut. Dank finanzieller Unterstützung der Gemeinde und Ortsvereine sowie die Arbeit vieler freiwilligen Helfer konnten die Arbeiten schnell abgeschlossen. Nun steht das Vereinsstadl für verschiedene Veranstaltungen zur Verfügung.

Spielplätze erneuert